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Die Wilden Menschen in den Allgäuer Sagen
Nach seinen erfolgreichen Büchern über die „Wilden Frauen“ und das „Wilde Heer“, die den spannenden Sagengestalten des Alpenraums gewidmet sind, legt der Autor Thomas Niehörster nun den dritten Band seiner Alpensagen-Trilogie vor. In diesem spürt er jenen Gestalten nach, die bei der Besiedelung der Alpen Ursprung der Sagen waren. Dabei greift er auf einen alpenländischen Sagenschatz zurück, der allgemein wenig bekannt ist. Der im Ursus Verlag soeben erschienene Band ist den Sagen um die Fänggen, Moosweibchen, Wilden Leute und anderer Naturwesen gewidmet. Dieses Naturvolk mit seinen vielfältigen Gestalten tritt wie die Saligen im gesamten Alpenraum auf. Je nach Landstrich oder Volksgemeinschaft haben oft dieselben Wesen einen anderen, an die Mundart oder die örtlichen Gegebenheiten angelehnten Namen.
Die oft dämonischen Wesen erscheinen zumeist in den Regionen der Alpen, in denen der Mensch der Einsamkeit wie der Willkür der Natur gewaltigen Gewittern, Sturzregen oder dem alles verhängenden Nebel ausgesetzt sind. Blitzschlag, Muren und Lawinen zerstörten im Bruchteil von Sekunden, was die Menschen in jahrelanger Arbeit aufgebaut hatten und brachten für die Menschen wie ihr Vieh nur zu oft den Tod mit sich. Thomas Niehörster stellt die Sagenfiguren mit lebendigen Texten vor und schildert anschaulich das Leben der Menschen in jenen Zeiten, als die Sagen wohl entstanden sind. Der Band ist mit Schwarzweißfotos des Autors illustriert.
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