Was ist ein Kleinverleger?
Eine Art Vorwort.

"Lauter kleine Bertelsmänner"

Bücher die man sonst nicht findet

Die Liebe zur Literatur 
und die Besessenheit Bücher zu verlegen 

"Junge Lyriker wollen gern ins Gefängnis." Wie der Verlag entstand. 

Vom Manuskript zum Buch

Literatur zum Verlag & Sammlungen mit substanziellem "junge presse d"- Bestandtur

Was ist ein Kleinverleger?
Eine Art Vorwort.


"Was macht ein Verlag?", diese Frage oder hochgezogene Augenbrauen signalisieren, dass ein überwiegender Teil der Menschheit mit dem Begriff "Verlag" nichts oder nur sehr wenig anfangen kann. Und wenn man dann noch den Begriff "Kleinverleger" ins Spiel bringt, dann gucken die Gegenüber an meiner knapp 1,9 Meter Länge rauf und runter. Nimmt man ein Lexikon zur Hand, kommt man auch nicht sehr viel weiter, definiert es mit "Verlag" ein Unternehmen, das die Veröffentlichung von Druckerzeugnissen betreibt.

Wer einen Verlag betreibt, ist ein Verleger. Ich erspare mir das Bonmot von dem Buch, das man nicht wiederfindet. Ganz einfach: Der Verleger, der einen Verlag betreibt, veröffentlicht Bücher. Nein, er druckt nicht Bücher - das erledigt der Drucker. Der Verleger bringt Bücher in den Handel. 

Es gibt Menschen, die schreiben Bücher. Diese Menschen heißen Schriftsteller oder "Autor". Da sie ihr Manuskript - so nennt man die vielen Seiten, die sie mit ihren Geistesblitzen gefüllt haben - nicht selber drucken, bewerben und an den Buchhandel liefern können oder mögen, suchen sie sich einen Verlag, der ihnen diese Last (und das Risiko) abnimmt.

Ja, gewiss: Der Verleger trägt das gesamte Risiko und auch erst einmal die Kosten, bevor ein Buch beim Buchhändler ist. Und niemand weiß vorher, ob das Buch beim Buchleser ankommt oder durchfällt. Fein heraus ist der Verleger, der einen Grisham, Mankell oder Stephen King als Autor hat. Bei denen muss er sich keine Sorgen um den Erfolg machen. Die Bücher landen auf den Bestseller-Listen, werden in der FAZ oder der Süddeutschen Zeitung gnädig besprochen, im Fernsehen empfohlen und gehen dann "weg wie warme Semmeln". ...

  


*(Anmerkung: Wenn ich Autor, Fotograf, Grafiker etc. schreibe, meine ich zugleich die weibliche Form. Es macht jedoch den Text nicht gerade lesbarer, stets beide anzuführen.) 

  

© 2004 Thomas Niehörster