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Toni Gaßner-Wechs war eine deutsche Mundartdichterin, die am 11. Februar 1900 in Bad Oberdorf geboren wurde. Die Tochter des Zimmerermeisters Fridolin Wechs und seiner Frau Karolina schrieb nach ihrer 1923 erfolgten Heirat mit Josef Gaßner, einem Reichsbahnbeamten aus Rosenheim, Erlebnisse ihres Vaters und der Menschen im Allgäu auf und verarbeitete sie in Gedichten, Prosatexten und Theaterstücken in Hindelanger Mundart, die auch heute manchmal noch aufgeführt werden. In den 1950er-Jahren schrieb Toni Gaßner-Wechs zahlreiche Kurzgeschichten in Hochdeutsch für Heimat-Kalender, die der Bad Hindelanger Ursus Verlag nun zum ersten Mal als Buch unter dem Titel „Dazumal bei uns im Schnee“ veröffentlicht hat.
Mit feiner Ironie berichtet die Allgäuer Heimatautorin im ersten Teil des Buchs von den Anfängen des Skifahrens im Ostrachtal, vom ersten Skiflug und seinen Helden. Helden, an die sich heute noch mancher Ältere mit einem Schmunzeln erinnert. Warmherzig und tief berührend sind die Weihnachtserzählungen in bester Erzähltradition im zweiten Teil des Buchs, die vom kargen Leben der Menschen berichten, die kaum Eigentum besaßen und dennoch ihren Lebensmut nicht verloren. Es sind Geschichten von hoher literarischer Qualität, die den Leser in ihren Bann ziehen und immer wieder durch unvermutete Wendungen überraschen. Das Buch ist mit alten Schwarzweiß-Fotos aus dem Ostrachtal illustriert.
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