Victor Schmitt

Die Nagelschmieden des Ostrachtals

50 Seiten mit 8 s/w-Fotos u. 6 Illustr., 6,80 €,
ISBN 978-3-9812493-8-5

Rechtzeitig zum „Schmiddefäscht“, das der Heimatdienst Hindelang e.V.“ am 21. Juni 2009 zu seinem 60-jährigen Bestehen feiert, hat der Ursus Verlag, Bad Hindelang, eine Publikation zum Thema herausgegeben. „Die Nagelschmieden des Ostrachtals“ ist der Titel einer kleinen Schrift, die in der Reihe „Hindelanger Hefte“ erschienen ist. Nägel zu schmieden war Brotverdienst und eine Tätigkeit im Winter, wenn die Arbeit im Wald ruhen musste. Besonders im Hintersteiner Tal gehörte zu beinahe jedem Haus eine „Schmidde“, die entweder im Keller oder in einem kleinen Gebäude außerhalb des Hauses untergebracht war. Nagelschmied war ein Lehrberuf. Heute gibt es nur noch Wenige, die Nägel nach der Väter Art zu schmieden wissen. Die Publikation des Ursus Verlags informiert detailliert über die Arbeit und das Werkzeug der Nagelschmiede, die je nach Art 800 bis 1.000 Nägel pro Tag herstellten und vom Schuhwerk bis zum Schiffsbau Verwendung fanden. In der völlig intakten und in Fronarbeit von Mitgliedern des Heimatdienstes renovierten „Nagelschmidde“ im Bad Hindelanger Hirschbachwäldchen werden am 21. Juni Nägel geschmiedet.