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Obermaiselstein Ein Dorf im Spiegel der Geschichte lautet der Titel des 10. Hindelanger Heftes. Die Reihe, die im Ursus Verlag, Bad Hindelang, erscheint, widmet sich heimatkundlichen Themen. Der Autor dieser Publikation, Hermann Seber (75), hat die Geschichte des Dorfes Obermaiselstein von der Steinzeit bis zum Königreich Bayern nachgezeichnet. Nach einem kürzlichen Unfall querschnittgelähmt lebt der Autor im Spital in Sonthofen. Seber ist ein exzellenter Kenner der Sagenwelt und der Geschichte des Allgäus. Daher ist diese Publikation nicht nur für Obermaiselsteiner, sondern für alle heimatkundlich Interessierten reizvoll. Das Spezialgebiet Hermann Sebers ist die sprach- und wissenschaftliche Deutung geografischer Namen von Orten, Bergen, Gewässern und ihre Herkunft aus der Illyrischen Sprache. Sie hat vielleicht schon seit der Steinzeit, wie neuerliche Funde in Bayern zeigen, grenzüberschreitend von Graubünden bis Griechenland existiert und ist noch heute im Albanischen zu finden sind. Seber hat sich in seinen Texten besonders der Herkunft der Namen der „Wilden Fräulein“ der Sagen des Oberallgäus gewidmet. Sein Artikel zu den „Wilden Fräulein“ vom Sturmatzer Loch wird sicher einige kontroverse Diskussionen auslösen, da Seber eine Vermutung zur Herkunft der „Wilden Fräulein hat, die ihnen zwar ein wenig ihrer Glorie nimmt, aus der Herleitung der Namen aus dem Tschechischen jedoch nachvollziehbar ist. Weitere Artikel beschäftigen sich u.a. mit den Steinformationen auf der Spöck, bei denen Seber die Entstehung durch Menschenhand vor rund 7000 Jahren vermutet. In weiteren Artikeln geht er der Herkunft des Namens „Butzenwies“ für das Lochbachtal, des Beslers und des Bolgens nach.
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