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Eine Stadtgeschichte zur 650-Jahr-Feier
Von der Leibeigenschaft der Bauern hat Immenstadt in seiner Geschichte einen Wandel von der bäuerlichen Kleinstadt zur Arbeiterstadt vollzogen. Das Leben der Immenstädter war nicht immer leicht . Unter der Herrschaft ihrer Grafen, die der Stadt ihr Siegel aufprägten, erlitten die Bürger vielerlei Unterdrückung. Große Katastrophen wie Schwedenkrieg, Pest, Feuer und Flut suchten die Stadt heim, bei der die Bevölkerung ihr Hab und Gut verlor. Es prägt die Bürgerschaft Immenstadts bis heute, dass sie stets Mittel und Wege fand, sich wieder aufzurichten und ihre Stadt zu behaupten. Die verkehrsgünstige Lage am Handelsweg zwischen Tirol und dem Bodensee ließen die Bürger zu Wohlstand kommen, was sich im gepflegten Stadtbild bis heute äußert. Bis die Stadt bayerisch wurde, hatte ein Stadtamman die Gerichtsbarkeit. Mit dem Anschluss an die Eisenbahn und der Errichtung der mechanischen Bindfadenfabrik erhielt Immenstadt den Anschluss an das moderne Zeitalter.
Alois Schmid verfasste 1893 seine ganz persönliche Geschichte der Stadt Immenstadt, die von ihrer Gründung und von Freiherren, Bürgern und Bauern erzählt, wie auch vom ausgeprägten Bürgerstolz, dem kirchlichen Leben und der Wohltätigkeit der Immenstädter durch die Jahrhunderte hindurch. Wichtig für Schmid waren dabei die Geschichte der „berühmten Männer“ der Stadt und eine Geschichte der „Sitten und Gebräuche“ in jeder Hauptperiode. Der Band, im Ursus Verlag erschienen, ist mit alten Ansichten von Immenstadt illustriert.
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