Vom Manuskript zum Buch
Für jemanden, der mit dem PC und dessen Word-Programm aufwächst, ist es wohl kaum nachvollziehbar, wie mühselig es vormals war, ein Manuskript auf der Schreibmaschine zu verfassen: Hatte man ein Wort oder gar eine Zeile vergessen, musste der gesamte Text oft neu geschrieben werden. Daher schrieben viele Autoren ihre Texte mit der Hand. Von hier stammt der Begriff "Manuskript" (lat.: Mit der Hand schreiben). Im Verlag oder einem Schreibbüro wurde dann der Text auf die Größe der späteren Buchseite getippt (Umbruch). In den Text werden zudem Fotos oder Grafiken eingeklebt. Das alles geschah aufwendig ebenfalls von Hand. Da man mittels der Schreibmaschine Buchstaben nicht beliebig
vergrößern oder verkleinern konnte, mussten zum Beispiel fette Überschriften auf fototechnischem Weg durch Vergrößern hergestellt und in den Umbruch eingeklebt werden.
Die Bücher der Kleinverlage, die wie erwähnt, keine hohen Auflagen hatten, wurden
überwiegend im Offsetdruck hergestellt. Von jeder Seite wurde per Reprokamera ein Film
hergestellt. Mittels diesen Films wurde eine lichtempfindliche Druckform - je nach Auflagenhöhe entweder aus Metall oder Kunststoff - belichtet, von der die Seiten gedruckt wurden. Die
Seiten wurden danach zu einem Buchblock zusammengetragen und an der Rückseite des Buchblocks verleimt. Je nach Ausstattung des Buches wurde anschließend der Buchblock mit einem Umschlag aus Karton oder einem
Leinenumschlag umgeben.
Bei einem kartonierten Buch, wie einem Taschenbuch, werden der Autor, der Titel und die Titelgrafik direkt auf den Karton gedruckt, Bücher mit einem Leinenumschlag erhalten zumeist einen Schutzumschlag.
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