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Alpengrauen
Wie aus dem Szenario für einen Horrorfilm erscheinen uns heute manche gute, alte Sagen, liest man ihre Titel: Das Totenvolk, Der Reiter ohne Kopf, Ein gesottener Senn, Der Gespensterfuchs, Ein Strohhalm als Galgenstrick, Greuliche Waldmenschen, Der Pudel mit den Feueraugen. Allein diese wenigen Überschriften zeugen vom Grusel der alpenländischen Sagen, der für den Leser von heute erhalten blieb. Schauerliche Wesen der Nacht wie der Feuerfack, das Toggeli oder der Alpenbutz sind unheimlichen Gestalten, die seinerzeit den Menschen die Haare sträubten, als es noch keinen Fernseher gab. Annette Müller ist diesen Gestalten aus alten Überlieferungen nachgegangen und hat im Ursus Verlag eine Anthologie von Sagen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich zusammengestellt, die so nicht jeder kennt. Zurückgegriffen hat sie dabei auf mittlerweile vergriffene Originale von Sagenschätzen, die u.a. aus Vorarlberg, dem Walsertal oder dem Tessin stammen. Damit es nicht gar zu gruselig wird, ist das kleine Buch mit 10 augenzwinkernden Zeichnungen zum Thema von Klaus Häring illustriert. Klaus Häring ist inzwischen vor Ort als genialer Schnellzeichner beim Jochpass-Rennen, darüber hinaus als ironischer Illustrator von Publikationen zu den Wagner-Festspielen bekannt.
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